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06.September 2004
21.30 Uhr |
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Abflug von Frankfurt Flughafen
Frankfurt - Tokyo - Cairns
Stundenlange Fliegerei, eingesperrt wie Heringe in einer
Konservenbüchse. Irgendwie anstrengend dieses Nichtstun.
Wenigstens hat hier jeder einen eigenen Fernseher. Das macht
alles etwas erträglicher. Nur noch 24 Stunden dann bin
ich in Australien.
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Mi 8. September
2004
05.30 Uhr |
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24 Stunden können schon manchmal wie
eine kleine Ewigkeit sein. Solange hat die Fliegerei hier
runter ans andere Ende der Welt nämlich gedauert, aber
es hat sich gelohnt.
Für Chris als Info wäre noch zu sagen, dass sind
alles Nicht-Raucherflüge, aber einen Tag ohne ne Zigarette
schaffst du ja und in Tokio, als Zwischenstopp gab es dann
wieder die Möglichkeit eine zu schmöken.
Jetzt bin ich hier also Mutterseelenallein in Cairns gelandet
und was ist das erste was ich an der Passkontrolle sehe, ein
Typ der einen Rucksack auf dem Rücken hat, der wie 'n
Javelin aussieht, mein Lieblingsgurtzeug.
Nachdem ich also durch die Passkontrolle durch war, (mit einigen
Schwierigkeiten, wenn man schon das Datum nicht mehr weiß
um den komischen Wisch auszufüllen, den die bei der Einreises
haben wollen) hab ich den Skydiver an der Gepäckausgabe
getroffen und danach vor dem Ausgang des Flughafens.
Ich hab den natürlich gleich erstmal angequatscht, so
alleine in einem fremden Land. Eigentlich wollte ich ja nur
wissen, wo es zu den Taxis geht, aber der nette Skydiver (der
Name ist mir in dieser Nacht und Nebel Aktion entfallen) und
sein Kumpel haben mich dann zur Scott Street gefahren.
Um 7 Uhr morgen habe ich mein Zuhause für die nächsten
6 Monate bezogen, und angefangen mir meine kleine Studentenbude
etwas heimeliger zu machen.
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Do 9. September
2004
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Nach dem vergeblichen Versuch morgens ein
Toastbrot zu mir zu nehmen, was natürlich nach einer
abstinenten Zeit von ca. 2 Tagen ein wahrer Genuss war (Ich
muss zugeben ich habe es nicht ganz trocken gegessen, das
Nutella war doch ziemlich verlockend), hab ich mich entschlossen
in die Apotheke zu gehen.
Nach erfolgreicher Verständigung mit der Verkäuferin,
habe ich ein Medikament bekommen. Die Flüssigkeit, die
ich da zu mir nehmen sollte hatte dieselbe Farbe wie ihre
Verpackung, nämlich ein richtig schönes grün.
Aber was so ekelig aussieht muss ja helfen, also runter damit
und weiter gelächelt und tatsächlich wurde mir die
Nahrungsaufnahme nicht länger verweigert.
Eine Hühnersuppe aus der Dose war mein erstes Essen
auf australischem Boden.
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| Fr 10. September
2004 |
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Der erste Tag an dem ich Australien so richtig
erobern konnte. Wir sind mittags erstmal schwimmen gegangen
mitten in der Lagoon, einem riesigen Pool am Meer, den jeder
kostenfrei nutzen kann.
Ein wirklicher Traum, zehn Minuten Fussweg und man ist am
Meer, kann den Hafen überblicken und beim schwimmen die
Möwen beobachten, die hier ihre Kreise ziehen.
Außerdem gibt es eine Strandpromenade, die so richtig
zum Flanieren einlädt und die meiner Meinung nach bis
zum Horizont reicht, aber soweit haben mich meine Füße
dann doch nicht getragen.
Einen wirklichen Strand gibt es hier in Cairns leider nicht,
aber ich bin ja schließlich auch zum Arbeiten hier,
da sollte ich mit dem Pool auskommen können.
Außerdem herrscht hier um 12 Uhr sowieso total Ebbe
im Hafenbecken vor, ist also nichts mit schwimmen.
Um euch in Deutschland noch ein bisschen zu ärgern,
es ist hier 26-28 Grad warm und Shorts sind hier keine Modeerscheinung
des Sommers.
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| Sa 11. September
2004 |
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Gestern Abend hatten Jana und ich einen großartigen
Sieg über die Insektenwelt Australiens zu verzeichnen.
Bei einem Gang auf die Toilette begegnete mir im Badezimmer
eine gigantische Schabe, mit langen Fühlern und kurzen
aber schnellen Beinchen.
Nach dem ersten Schock und der Flucht nach hinten, kehrte
ich mit Insektenspray bewaffnet zurück um meinen Kampf
gegen die Bedrohung fort zu setzen. Die Schabe, mein Gegner,
hatte mit diesem Widerstand wahrscheinlich nicht gerechnet,
nur so ist es zu erklären, dass ich sie volle Breitseite
mit dem Insektenspray erwischt habe.
Es folgte noch der Versuch eines Gegenschlages von Seiten
des Insekts. Es verfolgte mich bis ins Wohnzimmer, wo Jana
und ich geistesgegenwärtig auf einen Stuhl sprangen.
Bei dieser Form des Selbstschutzes, haben wir leider die
Schabe aus den Augen verloren. Seitdem wurde sie hier aber
auch nicht mehr gesehen, Gott sei Dank. |
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